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SZ Media Bayern – „Bayern erreichen."

Eine Test-Kampagne, vollständig mit KI erstellt – von der Konzeption bis zur finalen Produktion. Kein Konzept-Deck, sondern fertige Videos und Bildmotive, entstanden aus einer einzigen Konversation mit Claude.

SloganBayern erreichen.
ZielgruppeHigh-Potential-Kunden – gehobener Mittelstand, regionale Großunternehmen, nationale Marken mit Bayern-Fokus
BildweltModern, urban, wirtschaftsstark, premium
ToolsClaude (Konzept & Orchestrierung), Higgsfield AI (Video & Bild), Suno (Musik)

Kurzer Hinweis: Ich arbeite hauptberuflich bei der SZ Media Bayern, dem Anzeigenvermarkter der Süddeutschen Zeitung in Bayern. Diese Kampagne ist ein privates Freizeitprojekt – kein offizielles SZ-Produkt.

Hero-Spot (15 Sek.)

Der Hauptspot der Kampagne – von der pulsierenden Münchner Nachtstadt über einen Business-Moment zur Endcard mit Logo und Slogan.

Vorschaubild: Hero-Spot

Drei Clips für Social Media

Vorschaubild: Short A – Stadtleben
12 Sek.

Short A – Stadtleben

Modernes urbanes Leben, Straßenbahn, Glasfassaden, ein kurzer Kirchturmblick.

Vorschaubild: Short B – Entscheidung
9 Sek.

Short B – Entscheidung

Selbstbewusste Unternehmerin mit Tablet, Slow Motion, Bokeh-Hintergrund.

Vorschaubild: Short C – Einkaufsstraße
9 Sek.

Short C – Einkaufsstraße

Belebte moderne Einkaufsstraße, elegante Menschen, wirtschaftliche Prosperität.

Zwei Kampagnenmotive

Münchner Silhouette bei Nacht mit Frauenkirche in der Ferne, weißes Logo und Slogan
Motiv 1 – Nachtstadt MünchenMünchner Silhouette bei Nacht mit Frauenkirche in der Ferne, weißes Logo und Slogan.
Selbstbewusster Unternehmer im Glasbüro, Logo und Slogan unten rechts
Motiv 2 – Business-PorträtSelbstbewusster Unternehmer, Glasbüro, Logo und Slogan unten rechts.

Agenten-Arbeit aus einer Hand

Diese Kampagne wurde nicht mit einem einzigen Tool erstellt – sondern durch das koordinierte Zusammenspiel mehrerer KI-Systeme, gesteuert aus einer einzigen Konversation mit Claude. Claude ist über MCP-Server (Model Context Protocol) direkt mit Higgsfield und Notion verbunden: Prompts wurden direkt übermittelt, Ergebnisse abgerufen und bewertet, das fertige Material eigenständig in Notion eingebettet. Der Mensch (Matthias) hat Regie geführt – Richtung vorgegeben, Ergebnisse bewertet, Entscheidungen getroffen. Kein manuelles Kopieren, kein Tool-Wechsel.

AgentRolle
Claude (Anthropic)Zentraler Orchestrator: Konzept, Briefing, Prompt-Entwicklung, Qualitätskontrolle, Iteration, Dateiverarbeitung
Higgsfield AIGenerierung aller Videos und Bilder auf Basis der von Claude formulierten Prompts
NotionStrukturierung und Präsentation der fertigen Kampagne
Früher brauchte man für eine solche Kampagne: einen Texter, einen Art Director, einen Video-Produzenten, ein Schnittprogramm, einen Designer und mehrere Wochen. Heute reicht eine strukturierte Konversation mit einem KI-Agenten-System – in einem Arbeitstag, für ca. 23 Euro.

„Der Deal“

Ein Tag im Leben einer Entscheiderin. Drei Szenen. Ein Abschluss. Bayern erreichen.

Vorschaubild: „Der Deal“

Konzept

Spot 1 – Morgen

Protagonistin kommt ins Büro, Kaffee, Laptop, konzentrierter Start in den Tag.

Spot 2 – Mittag

Sie präsentiert einem Geschäftspartner im Altstadtcafé – er nickt beeindruckt, Handschlag. Der Deal ist gemacht.

Spot 3 – Abschluss

Sie verlässt selbstsicher das Café in die Altstadtstraße – der Deal ist in der Tasche.

Was dieses Mal anders war

Charakterkonsistenz über 3 Clips

Lösung: Seedance 2.0 Video Reference. Der vorherige Clip wurde jeweils als Videoreferenz an den nächsten übergeben – Seedance übernimmt daraus Charakter, Farbgebung und Stil. Kein Avatar-Training, kein Soul – rein über Videoreferenz. Ergebnis: perfekte visuelle Konsistenz über alle drei Clips.

Kein Dialog, keine Sprache

Erste Versuche mit Gesprächsszenen führten zu englischsprachigem Dialog (Seedance-Standard). Lösung: Die Szene wurde so umgeschrieben, dass die Protagonistin das Tablet zeigt, der Partner nickt – und am Ende der Handschlag. Kein Mund bewegt sich, keine Sprache nötig.

Schlussbild als Video-Clip

Logo und Slogan wurden nicht in Higgsfield generiert, sondern lokal per Python (Pillow + MoviePy) als fertiger 10-Sekunden-Clip erstellt: schwarzer Hintergrund, Logo blendet in 1 Sek. ein, Slogan über 6 Sek. – skalierbar auf beliebige Regionalisierungen, immer identische Optik.

Musik

Instrumental, kein Gesang. Dynamischer Beat-Mix mit Klavier und wiederkehrenden Loops, generiert mit Suno.

Postproduktion

Alle drei Clips (je 15 Sek.) + Schlussbild-Clip (10 Sek.) + Musik wurden in iMovie zusammengefügt und gerendert. Gesamtlänge: ca. 55 Sekunden.

Zeitaufwand

PhaseZeit
Konzeption & Abstimmungca. 30 Min.
Generierung inkl. Fehlversuche (Higgsfield)ca. 55 Min.
Schlussbild-Erstellung (Python/Pillow/MoviePy)ca. 20 Min.
Postproduktion iMovie (Schnitt, Musik, Render)ca. 30 Min.
Notion-Dokumentationca. 15 Min.
Gesamtca. 2,5 Stunden

„Der Skeptiker“

Ein Partner hält ihr Wachstum für Zufall. Ihre einzige Antwort: ein trockenes „Wenn Du meinst."

Vorschaubild: „Der Skeptiker“

Konzept

Szene 1 – Die Ankunft

Sie kommt herein, trägt einen Bericht bei sich, setzt sich ihm gegenüber. Er: „Na, wie läuft es?" Sie reicht ihm den Bericht.

Szene 2 – Der Zweifel

Er, skeptisch-spöttisch: „Das ist doch nur Glück." Sie, ironisch-gelassen: „...wenn Du meinst."

Schlussbild

Direkt nach ihrer Replik folgt Logo + „Bayern erreichen." (wiederverwendetes Pillow/MoviePy-Skript aus „Der Deal").

Was dieses Mal anders war

Zwei feste Charaktere über Reference Elements

Beide Hauptfiguren wurden als Higgsfield Reference Elements angelegt (Banana-Pro-Workflow: Single-Image-Basis → 6-Panel-Sheet → Reference Element) und per Platzhalter im Prompt referenziert. Reference-Element-IDs dürfen nicht über Medien-Parameter übergeben werden – nur als Platzhalter im Prompt-Text.

Zwei wechselnde Sprecher in einem Clip – funktioniert ✅

Ein gezielter Test bestätigte: Zwei verschiedene Reference-Element-Charaktere können in einem einzigen Seedance-2.0-Clip abwechselnd sprechen, mit korrektem Timing und Lippensynchronität.

Raum-Sheet mit sechs Kamerawinkeln – gescheitert ❌

In keinem Versuch blieb die Raumgeometrie über sechs Panels konsistent (verdrehter Tisch, falsche Stuhlanzahl, erfundene Tür) – auch nicht mit präziseren Prompts oder einem 360°-Kameraschwenk. Konsequenz: nur eine einzige, fest bestätigte Location-Referenz für alle Szenen verwendet.

Video-Referenz-Verkettung: Trade-off zwischen zwei Fehlerarten

Mit Video-Referenz: Sitzposition wird übernommen, aber Schrittgeräusche „vererben" sich in stille Clips, und die Stimme der Referenzperson kann fälschlich übertragen werden. Nur mit Standbild-Referenz: keine Schrittgeräusche, aber Sitzposition und Framing weniger zuverlässig.

Komplexität pro Clip radikal reduzieren

Eine ganze Szene (Tür + Hingehen + Hinsetzen + Dialog) in einem Clip führte zu Fehlschlägen (u.a. eine verdoppelte Person). Lösung: jede Szene in mehrere sehr einfache Einzelclips zerlegt, erst in der Postproduktion montiert.

Zeitungs-Requisite verworfen

Eine Süddeutsche-Zeitung als Requisite war für zwei Szenen geplant, wurde aber verworfen: ein Referenzbild auf neutralem Studiohintergrund übertrug diesen Hintergrund fälschlich ins Video statt der Holztisch-Optik. Lernpunkt: Requisiten-Referenzbilder immer auf dem tatsächlichen Szenen-Untergrund erstellen.

Gesamt-Schlussfolgerung

Der aktuelle Stand der Higgsfield/Seedance-Werkzeuge (Juni 2026) ist für die zuverlässige, professionelle Erstellung von Werbespots noch nicht geeignet. Charakterkonsistenz, Raumgeometrie, Sitzpositionen, Aussprache und Tonspuren scheitern wiederholt auf unterschiedliche Weise, selbst bei sorgfältig formulierten Prompts. Brauchbare Ergebnisse entstehen eher durch wiederholtes Ausprobieren und nachträgliches Akzeptieren kleinerer Mängel als durch gezielte Steuerung.

Postproduktion

Alle Einzelclips wurden manuell in der gewünschten Reihenfolge geschnitten, kleinere Konsistenzfehler im Schnitt entfernt bzw. überdeckt. Musik (Suno, instrumental) läuft dezent im Hintergrund und wird am Ende sanft ausgeblendet.

Was hätte das eine Agentur gekostet?

Kosten dieser Kampagne

PostenDetailsAnteil
Higgsfield Plus59 €/Monatca. 22 € (38% der Credits verbraucht)
Higgsfield Credits verbraucht452 von 1.200 (38%)
Claude Pro (Orchestrierung, Konzept, Prompts)20 $/Monat (~18 €)ca. 0,60 €
Gesamtkosten Kampagneca. 22,60 €

Agenturpreise (München, 2026)

LeistungPreis
Hero-Spot (Konzept, Dreh, Schnitt)4.700–15.000 €
3 Short Videos (Social Media Clips)2.400–9.000 €
Postproduktion, Schnitt, Animationen2.000–6.000 €
Konzept & Strategie (B2B-Kampagne)5.000–15.000 €
Gesamtbudget Agentur15.000–45.000 €
Kostenca. 23 €vs.15.000–45.000 €
Zeit1 Arbeitstagvs.4–8 Wochen
Kostenfaktor650x–2.000x teurer (Agentur)

KI ersetzt keine Agentur vollständig – aber sie verschiebt die Kosten-Nutzen-Relation fundamental. Für Konzepttests, Pitches und Prototypen ist KI-Produktion bereits heute unschlagbar.

Regionalisierung in Minuten

Der Slogan „Bayern erreichen." ist bewusst modular aufgebaut – und lässt sich auf jede Ebene des SZ-Media-Bayern-Verbreitungsgebiets anpassen. Jede Variante erfordert lediglich einen neuen Prompt – kein neuer Dreh, kein neues Budget, keine Agentur.

Bayern erreichen. – GesamtgebietOberbayern erreichen. – RegionsebeneFranken erreichen. – RegionsebeneSchwaben erreichen. – RegionsebeneMünchen erreichen. – StadtebeneNürnberg erreichen. – StadtebeneAugsburg erreichen. – StadtebeneFürstenfeldbruck erreichen. – LandkreisebeneDachau erreichen. – LandkreisebeneEbersberg erreichen. – Landkreisebene
Bei einer klassischen Agenturproduktion würde jede regionale Variante einen erheblichen Mehraufwand bedeuten. Mit KI ist die Regionalisierung ein Arbeitsschritt von wenigen Minuten – und damit erstmals wirtschaftlich darstellbar.

Was diese Kampagne gelehrt hat

Technisch
  • KI-Video: max. 15 Sek. pro Clip – kein 60-Sek.-Spot aus einem Prompt möglich
  • Seedance 2.0 ist das beste Modell für Logo-Referenz + nativen Ton in einem Clip
  • Animierter Ton passt nicht immer zur Cliplänge → abgehacktes Ende möglich
Bildwelt & Geografie
  • Generische München-Gesamtskyline funktioniert nicht – KI erfindet falsche Anordnung ❌
  • Frauenkirche als einzelnes Motiv in der Ferne: funktioniert zuverlässig ✅
  • Eigene Fotos als Startframe (Image-to-Video): Seedance übernimmt das Bild exakt, animiert nur Himmel/Lichter ✅
Logo & Compositing
  • Logo-Compositing via KI: nur bei dunklem Hintergrund zuverlässig ✅
  • Heller Hintergrund: KI ignoriert das Referenzbild und erfindet eigenes Logo ❌
  • Nano Banana Pro und GPT Image 2 verhalten sich identisch – kein Unterschied beim Logo-Problem
  • Lösung für hellen Hintergrund: freie Fläche im Prompt einplanen + Postproduktion mit Pillow oder Langdock ✅
Workflow & Tools
  • Higgsfield-CDN-URLs sind nicht direkt downloadbar (403) – Download nur über Browser/Widget
  • Notion kann Higgsfield-URLs direkt einbetten – kein Umweg über Google Drive nötig ✅
  • Claude kann Higgsfield-Generierungen eigenständig in Notion einpflegen ✅
Empfehlungen für echte Kampagnen
  • Logo & Slogan immer manuell einsetzen – KI-generierte Platzierung ist inkonsistent
  • Musik nicht Seedance überlassen – nativer Ton ist zufällig; besser Suno Pro + Schnittprogramm
  • Stock-Fotos als Startframe für City-Shots – vermeidet falsche Geografie
  • Konsequenz: ein professioneller Workflow kombiniert KI-Generierung mit manuellem Compositing – rein automatisiert reicht die Qualität noch nicht

Impressum

Angaben gemäß § 5 DDG

Matthias Stiefel
Ahornstraße 15
82223 Eichenau

Kontakt
E-Mail: caligatus@gmx.de

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Stand: Juli 2026

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Matthias Stiefel
Ahornstraße 15
82223 Eichenau
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